Die Energiepreise steigen weltweit seit Monaten an. Dies wirkt sich auch auf die Erdgas-Beschaffungskosten der Sankt Galler Stadtwerke (sgsw) aus.
Aus diesem Grund erhöhen die sgsw ihre Abgabepreise für Erdgas per 1. August 2010 um 1,1 Rappen je Kilowattstunde (inkl. MWST).
Die Kilowattstunde Erdgas für Heiz- und Prozessanwendungen kostet ab 1. August 2010 neu 7,6 Rappen inkl. MWST und CO2-Abgabe. Der Ansatz für den Grundpreis bleibt unverändert.
Trotz dieser Preisanpassung bleibt Erdgas ein umweltschonender und im Gesamtvergleich nach wie vor günstiger Energieträger, dessen Preis trotz der Erhöhung unter den Heizölreferenzpreisen liegt.
]]>Die Sankt Galler Stadtwerke informieren vom 20. Juli bis 5. August mit einer Sonderschau in der Shopping Arena über "Erdgas als Treibstoff". Denn Erdgas zählt zu den saubersten Kraftstoffen - und gewinnt bei Fahrzeugkäufern zunehmend an Akzeptanz.
Erdgas ist in der Schweiz ein wichtiger Energieträger zur Wärmeerzeugung. Mit seinen Eigenschaften wird Erdgas aber nicht nur zum Heizen und Kochen verwendet, sondern auch zunehmend im Automobilbereich als alternativer Treibstoff eingesetzt. So sind weltweit bereits mehr als 10 Millionen Erdgasfahrzeuge in Betrieb. Und neben Schweizer Unternehmen und der öffentlichen Hand setzen auch Private vermehrt auf erdgasbetriebene Fahrzeuge. Denn in Zeiten hoher Mobilität erreichen die verkehrsbedingten Emissionen insbesondere in städtischen Agglomerationen kritische Belastungswerte.
Erdgas als Treibstoff lohnt sich - ökologisch wie auch ökonomisch: Mit Erdgas kann man klimaschonend und günstig fahren, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten. Erdgas gibt im Vergleich zu Benzin und Diesel weniger Kohlendioxid (CO2) sowie keinen Russ und Feinstaub an die Umwelt ab. Und neu entwickelte Motoren machen den gegenüber Benzin oder Diesel um rund 30 % günstigeren Treibstoff noch effizienter.
Die gute Versorgungsinfrastruktur mit über 120 Tankstellen alleine in der Schweiz, ein breites Fahrzeugangebot, langfristig günstige Steuern und geringe CO2-Emissionen sprechen für den Einsatz von Erdgas als Treibstoff.
]]>Die Uni Neuchâtel lanciert das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Mikrogravimetrie als Standardprospektionsmethode für geothermi-sche Reservoire“. Im Hinblick auf das städtische Geothermieprojekt, aber auch auf die weitere Entwicklung und Förderung der Tiefengeo-thermie in der Schweiz, wird die Stadt St.Gallen dieses Projekt einer-seits finanziell und anderseits mit Datenmaterial aus der kürzlich ab-geschlossenen 3D-Seismik-Messkampagne unterstützen.
Das Forschungsprojekt bezweckt die Entwicklung einer Methode zur möglichst genauen Abschätzung der Gesteinsporosität im Untergrund auf Basis einer Kombination von gravimetrischen Messungen und Kenntnissen aus seismischen Erkundungsverfahren. Derartige Informationen sind gerade im Bereich der hydrothermalen Tiefengeothermie, also der Nutzung von tiefen Thermalwässern, wie beim Geothermieprojekt St.Gallen vorgesehen, von grossem Interesse.
Die Anfang Jahr im Raum St.Gallen durchgeführte 3D-Seismik-Messkampagne liefert eine ideale Datengrundlage für das geplante Forschungsprojekt. Schon im Juli 2010 werden die Wissenschaftler die ersten gravimetrischen Messungen in St.Gallen vornehmen. Hierbei wird das lokale Schwerefeld, d. h. die Anziehungskraft der Erde, vermessen. Unregelmässigkeiten bei den dabei erfassten Schwerebeschleunigungen können auf unterschiedliche Gesteinsdichten zurückgeführt werden und damit zusätzliche Hinweise über die geologischen Verhältnisse im Untergrund liefern. Das Forschungsprojekt weist damit auch einen direkten Nutzen für das Geothermieprojekt St.Gallen und die geplanten Tiefbohrungen auf.
So können die bis dahin erlangten geologischen Kenntnisse über den Untergrund von St.Gallen mit einer weiteren unabhängigen Erkundungsmethode überprüft sowie zusätzliche Informationen über die Gesteinsporosität und damit indirekt über die potenzielle Wasserführung im tiefen Untergrund gewonnen werden. Gerade für grosse Tiefen und dicht bebaute Gegenden stellt die Auswertung von derartigen gravimetrischen Messdaten aber gewiss noch eine wissenschaftliche Herausforderung dar.
Die Bevölkerung wird von den geplanten gravimetrischen Messungen indes nicht viel mitbekommen. Solche Messungen werden mittels handlicher Geräte in der Grösse einer Kühlbox, sogenannten Gravimetern, ausgeführt und sind völlig geräusch- und erschütterungsfrei.
Weitere Auskünfte:
Prof. Dr. Eva Schill
Universität Neuchâtel
032 718 26 54
Michael Sonderegger
Projektleiter
Sankt Galler Stadtwerke
071 224 67 12
]]>Standortentscheid Geothermie St.Gallen gefallen – Wärme vom Areal des Kehrichtheizkraftwerks im Sittertobel Die ersten Auswertungen des dreidimensionalen Abbilds des Untergrunds der Stadt St.Gallen bringen die erhofften Informationen hervor und klären die Standortfrage für das geplante Geothermieheizkraftwerk.
Die ausgewerteten Daten zeigen, dass von der Au aus die Störungszone am besten angebohrt werden kann. Die Ampeln stehen deshalb auf grün und die Parlamentsvorlage wird definitiv ausgearbeitet.
Standort Au
Anfang April konnten die seismischen Messungen erfolgreich und ohne nennenswerte Zwischenfälle abgeschlossen werden. Die gesammelten Daten wurden innerhalb der letzten zwölf Wochen ausgewertet. Das Ergebnis zeigt im Westen der Stadt St.Gallen den Verlauf einer grossen Störungszone. Der Standort im Sittertobel ist geeignet, um in die tiefen Gesteinsschichten im Bereich der Störungszone vorzudringen und bietet den nötigen Platz für das Geothermieheizkraftwerk. Aufgrund der Nähe zum bestehenden Fernwärmenetz bestehen ideale Voraussetzungen für die Verteilung der geothermischen Wärme. Bis im November werden die Auswertungen noch verfeinert, um den Verlauf der Bohrung möglichst genau bestimmen zu können.
Noch etwas hat die 3D–Messung gezeigt: Im Osten der Stadt gibt es keine Störungszone. Aufgrund der Daten der 2D-Messung in den Siebzigerjahren wurde ursprünglich davon ausgegangen, dass im Osten ebenfalls eine Störungszone sein könnte.
Politischer Prozess und weiteres Vorgehen
Die Stadtparlamentarierinnen und Stadtparlamentarier hatten am Mittwochabend, 30. Juni 2010, die Gelegenheit, sich vorab über die Ergebnisse der seismischen Messungen sowie die daraus resultierende Standortentscheidung zu informieren. Nach den Sommerferien wird die definitive Vorlage abschliessend vom Stadtrat behandelt und dem Stadtparlament zur Verabschiedung vorgelegt. Wenn das Parlament am 24. August 2010 der Vorlage zustimmt, entscheiden am 28. November 2010 die Bürgerinnen und Bürger der Stadt St.Gallen an der Urne über die Realisierung des Geothermieprojekts.
Daten und Fakten Standortentscheid
3D-Datenqualität
Störungszonen
Bohrstandort Au
Letzte Woche wurde von Swisscable, dem Wirtschaftsverband der Schweizer Kabel-TV-Unternehmen, bei der Wettbewerbskommission (WEKO) Anzeige gegen die Kooperation für das Glasfasernetz zwischen Swisscom und der Stadt St.Gallen eingereicht.
Ein Vorgehen, das von den Verantwortlichen der Stadt St.Gallen nicht verstanden wird, zumal die WEKO bereits direkt durch Swisscom und Stadt St.Gallen über das Nutzungsmodell informiert wurden.
Die Verantwortlichen beider Kooperationspartner sind nach wie vor von der Win-Win-Situation des vorliegenden Modells überzeugt. Die Behauptung von Swisscable, dass die Risiken für die Stadt steigen werden, entbehrt jeder Grundlage. Für ein 4-Faser-Netz sind die Kosten nur rund 15% höher als für ein 1-Faser-Netz. Die Vorteile des 4-Faser-Netzes und der Verzicht auf den Bau paralleler Glasfasernetze durch Swisscom und die Stadt St.Gallen überwiegen aber bei weitem.
Das St.Galler Modell „Ein Netz - viele Anbieter“ wird von Swisscable implizit als falsch beurteilt. Nach ihrer Auffassung hätten in St.Gallen zwei Netze parellel gebaut werden müssen, was aus Sicht der doppelt so hohen Gesamtkosten unsinnig wäre. Swisscom und die Stadt St.Gallen sind der Ansicht, dass kostensenkende Kooperationsvereinbarungen im Sinne der volkswirtschaftlichen Effizienz kartellrechtlich unbedenklich sind.
Swisscable klagt gegen die Stadt St.Gallen, obwohl ihr, wie allen Kabelnetzunternehmen, der Zugang zum St.Galler Netz offen steht. So hat z.B. Cablecom die direkte Offerte von der Stadt St.Gallen erhalten, dass Glasfasernetz wie die Swisscom mitzunutzen.
Im Gegensatz zum St.Galler Glasfasernetz ist Cablecom aber nicht bereit, ihr eigenes Netz in St.Gallen zu öffnen, was für die Belebung des Marktes hinderlich ist.
Interessant ist auch die Tatsache, dass ähnliche Vereinbarungen mit Swisscom auch in den Städten Basel, Bern, Zürich und Genf zur Anwendung kommen. Eine Klage erfolgt aber scheinbar nur gegen die Stadt St.Gallen. Mit dem neuen Glasfasernetz besteht für die Kunden in St.Gallen neu eine grössere Auswahlmöglichkeit, weil neben Cablecom nun auch Provider wie Swisscom, Mygate und MHS flächendeckend TV-Dienstleistungen anbieten.
Aus Sicht des TV-Netzmonopols, welches Cablecom (als grösstes Kabelnetzunternehmen im Verband Swisscable) in der Stadt St.Gallen bisher hatte, ist die Klage deshalb eher als Schutz des eigenen Geschäfts denn als Dienst im Sinne eines offenen Wettbewerbs zu interpretieren. ]]>