Geothermievorlage geht ans Parlament

Geothermievorlage geht ans Parlament

Der Stadtrat hat die Vorlage zum Bau eines Geothermie-Heizkraftwerks und für den Ausbau des Fernwärmenetzes zuhanden des Parlaments verabschiedet. Stimmt das Parlament der Vorlage zu, so werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt über einen Kredit von rund CHF 159 Millionen für dieses Generationenprojekt befinden.


Unter St.Gallens Boden wird in 4'000 bis 5'000 m Tiefe heisses Wasser mit Temperaturen bis 170 Grad Celsius erwartet. Dieses soll an die Oberfläche geleitet und zur Stromproduktion und Wärmegewinnung genutzt werden. Für das Geothermie-Heizkraftwerk sind CHF 76,2 Millionen veranschlagt.

 

Die gewonnene Wärme wird über das erweiterte Fernwärmenetz zu den Verbrauchern geführt. Es ist geplant, die Siedlungsgebiete in der Talsohle mit Fernwärme zu versorgen. Das Netz wird darum schrittweise von West nach Ost ausgebaut. Dafür sind Investitionen in der Höhe von CHF 82,3 Millionen vorgesehen.

 

St.Gallen verfügt aufgrund der bisherigen Erkenntnisse über eine günstige geologische Lage. Sie ist vergleichbar mit dem Untergrund bei München, wo bereits mehrere Geothermieprojekte umgesetzt worden sind. Daneben besitzen die Sankt Galler Stadtwerke über 25 Jahre Erfahrung beim Betrieb einer Fernwärmeversorgung.

 

Das Projekt Geothermie und Fernwärme St.Gallen eröffnet der Stadt St.Gallen die grosse Chance, eine lokale, nachhaltige Energiequelle zu nutzen. Damit würde die Stadt St.Gallen nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch die regionale Wirtschaft fördern.


SGSW - Geothermievorlage geht ans Parlament (07.08.2010 10:20)