Standortentscheid Geothermie St.Gallen gefallen

Standortentscheid Geothermie St.Gallen gefallen – Wärme vom Areal des Kehrichtheizkraftwerks im Sittertobel Die ersten Auswertungen des dreidimensionalen Abbilds des Untergrunds der Stadt St.Gallen bringen die erhofften Informationen hervor und klären die Standortfrage für das geplante Geothermieheizkraftwerk.

 

Die ausgewerteten Daten zeigen, dass von der Au aus die Störungszone am besten angebohrt werden kann. Die Ampeln stehen deshalb auf grün und die Parlamentsvorlage wird definitiv ausgearbeitet.

 

Standort Au

Anfang April konnten die seismischen Messungen erfolgreich und ohne nennenswerte Zwischenfälle abgeschlossen werden. Die gesammelten Daten wurden innerhalb der letzten zwölf Wochen ausgewertet. Das Ergebnis zeigt im Westen der Stadt St.Gallen den Verlauf einer grossen Störungszone. Der Standort im Sittertobel ist geeignet, um in die tiefen Gesteinsschichten im Bereich der Störungszone vorzudringen und bietet den nötigen Platz für das Geothermieheizkraftwerk. Aufgrund der Nähe zum bestehenden Fernwärmenetz bestehen ideale Voraussetzungen für die Verteilung der geothermischen Wärme. Bis im November werden die Auswertungen noch verfeinert, um den Verlauf der Bohrung möglichst genau bestimmen zu können.

 

Noch etwas hat die 3D–Messung gezeigt: Im Osten der Stadt gibt es keine Störungszone. Aufgrund der Daten der 2D-Messung in den Siebzigerjahren wurde ursprünglich davon ausgegangen, dass im Osten ebenfalls eine Störungszone sein könnte.

 

Politischer Prozess und weiteres Vorgehen

Die Stadtparlamentarierinnen und Stadtparlamentarier hatten am Mittwochabend, 30. Juni 2010, die Gelegenheit, sich vorab über die Ergebnisse der seismischen Messungen sowie die daraus resultierende Standortentscheidung zu informieren. Nach den Sommerferien wird die definitive Vorlage abschliessend vom Stadtrat behandelt und dem Stadtparlament zur Verabschiedung vorgelegt. Wenn das Parlament am 24. August 2010 der Vorlage zustimmt, entscheiden am 28. November 2010 die Bürgerinnen und Bürger der Stadt St.Gallen an der Urne über die Realisierung des Geothermieprojekts.

 

Daten und Fakten Standortentscheid

 

3D-Datenqualität

  • Die dreidimensionalen Daten sind von hervorragender Qualität und erlauben eine detaillierte Interpretation der Beschaffenheit des Untergrunds.
  • Die endgültigen Auswertungen Ende November 2010 liefern essenzielle Daten für die Planung der Bohrung(en).

Störungszonen

  • Die Störungszone Ost existiert anhand der 3DAuswertungen nicht.
  • Im Westen der Stadt liegt eine ausgedehnte Störungszone. Daher ist der Westen eindeutig zu bevorzugen.
  • Der optimale Bohrstandort liegt in der Au.

Bohrstandort Au

  • Das ausgewählte Zielgebiet im Untergrund kann von der Au aus erreicht werden.
  • Es ist genügend Platz für die Bohranlage und für das Geothermieheizkraftwerk vorhanden.
  • Das Gelände gehört der Stadt St.Gallen.
  • Das bestehende Fernwärmenetz des Kehrichtheizkraftwerkes Sittertobel biete ideale Voraussetzungen zur Synergienutzung bei der Verteilung der geothermischen Wärme.