Rückbau Hochspannungsfreileitung

11. April 2022 11:56 von cta

Rund sieben Wochen dauerte der Rückbau der Hochspannungsfreileitung nördlich des Gübsensees. Beim Projekt wurden die Leiterseile und die Masten schrittweise entfernt. Mitte Februar 2022 schlossen die St.Galler Stadtwerke die Arbeiten erfolgreich ab.

 

Die 1967 gebaute Freileitung zwischen den Unterwerken Winkeln und Walenbüchel war Teil des St.Galler Stromversorgungsrings. Nach der Spannungsumstellung im Jahr 1999 von 50'000 Volt auf 110'000 Volt wurde die Leitung durch eine Kabelleitung ersetzt. Während des Umbaus des Unterwerks Breitfeld im Jahr 2007 diente die Freileitung als Notverbindung, seit über zehn Jahren ist sie nun nicht mehr in Betrieb. Eine in Auftrag gegebene Studie kam zum Schluss, dass die Leitung keinen weiteren Nutzen hat.

Der Rückbau der Freileitung verlangte besondere Sicherheitsmassnahmen, da die stillgelegte Freileitung zwischen zwei anderen, unter Spannung stehenden Leitungen lag. So wurden beispielsweise die nach innen gewandten Drähte der benachbarten Leitungen zur Sicherheit abgestellt. Zwischenzeitlich konnte so weniger Strom transportiert werden. Auf die Versorgung hatte dies jedoch keinen Einfluss.

Die Arbeiten erstreckten sich über sieben Wochen. In einem ersten Schritt wurden die Leiterseile über der Sitter und der restlichen Strecke demontiert. Die Isolatoren aus Porzellan wurden durch Rollen ersetzt, um die Leiterseile einzuziehen und aufzurollen. Für das rund 10 Tonnen schwere und eineinhalb Kilometer lange Kabel kam ein Spezialfahrzeug zum Einsatz. Die rund 23 Meter hohen und fünf Tonnen schwere Masten wurden Stück für Stück abgetrennt und wegtransportiert. Zuletzt wurde das Betonfundament ausgegraben. Mit dem Abbruch dieser Hochspannungsfreileitung entfallen die Kosten für Messungen und Wartungsarbeiten. Denn laut Gesetzgeber wird auch ein inaktives Überlandstromkabel als «in Betrieb» erachtet. Neben dem Wegfallen des Unterhalts verändert sich zudem das Landschaftsbild positiv.

Im Video gibt Matthias Fässler, Ressortleiter Leitungsprojekte Netz Elektrizität, einen Einblick zum gesamten Projekt.

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Die St.Galler Stadtwerke passen ihre Struktur an

19. Januar 2022 08:40 von vsc

Das neue Jahr bringt Veränderungen für die St.Galler Stadtwerke: Per 1. Januar 2022 ist die Zusammenlegung der beiden Bereiche «Netz Gas und Wasser» sowie «Wärme und Contracting» zu «Wasser, Gas und Wärme» erfolgt. Zudem haben die Stadtwerke ihre Dokumentation zentralisiert.

Mit der Umsetzung des Energiekonzepts 2050 der Stadt St.Gallen erhält das Zusammenwachsen der Elektrizitäts-, Wärme-, Gas-, Wasser- und Kommunikationsnetze eine immer grössere Bedeutung. Vor diesem Hintergrund haben die St.Galler Stadtwerke ihre Organisationsstrukturen vertieft analysiert. Resultat ist die Zusammenführung der beiden Bereiche «Netz Gas und Wasser» (NGW) sowie «Wärme und Contracting» (WMC), die im Netz- und Leitungsbau bereits eng miteinander zusammengearbeitet haben.

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Im August 2021 kam es bei der Fürstenlandbrücke in St.Gallen zu einem spektakulären Zwischenfall: Ein Stadtbus war in ein Loch eingebrochen, welches zuvor wegen eines Wasserrohrbruchs entstanden war. Wenige Wochen später sind neue Rohre verlegt und die Strasse in Stand gesetzt.

Die aussergewöhnlichen Bilder machten in den Medien schnell die Runde: Ein Bus der St.Galler Verkehrsbetriebe (VBSG) steckt in einem Loch fest, aus dem das Wasser in Strömen auf die Strasse fliesst.

Der Zwischenfall hatte sich am 18. August 2021 auf der Zürcher Strasse ereignet. Die rund 20 Fahrgäste waren glücklicherweise unverletzt geblieben. Für die Bergung des Busses musste die Fürstenlandbrücke für mehrere Stunden gesperrt werden.

Auslöser der Havarie war ein massiver Wasserrohrbruch, der zu einer Unterspülung der Strasse geführt hatte. Inzwischen ist davon nichts mehr zu sehen: Das Loch ist verschwunden, die Strasse längst wieder befahrbar. Was dafür alles nötig war, erklärt Projektleiter Antonio Pugliese von den St.Galler Stadtwerken in unserem Videobeitrag. 

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Solarstrom vom Dach der City-Garage

02. November 2021 10:00 von vsc

Auf dem Dach von City-Garage und Porsche-Zentrum in Winkeln wird neuerdings Solarstrom produziert. Die St.Galler Stadtwerke haben die Photovoltaikanlage konzipiert, geplant und gebaut.

Die neue Photovoltaikanlage am Standort der City-Garage an der Zürcher Strasse 511 hat ihren Betrieb vergangene Woche aufgenommen. Sie produziert rund 210'000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von rund 55 Haushalten entspricht. Damit deckt sie fast die Hälfte des Gesamtverbrauchs der City-Garage sowie deren angeschlossenen Parteien.

Die Anlage bildet den letzten Ausbauschritt hin zu mehr Energieeffizienz, den das Autohaus bereits in der Planung des Neubaus im Jahr 2017 vorgesehen hatte.

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Im Energiebereich sind innovative Lösungen gefragt. An den Energy Data Hackdays in Brugg (AG) ent-wickelten die St.Galler Stadtwerke einen Prototypen, welcher die Stadt St.Gallen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen kann.

Im Rahmen der Energy Data Hackdays stellen Organisationen mit Bezug zur Energiewirtschaft anonymisierte Daten zur Verfügung, mit denen interdisziplinäre Teams anhand von konkreten Aufgaben, so genannten Challenges, Lösungen für Problemstellungen suchen.

Auch die St.Galler Stadtwerke haben am zweitägigen Event Ende September eine solche Challenge präsentiert. Diese gab zwei Ziele vor: 

  1. die wichtigsten Hebel zur Emissionsreduzierung in der Stadt St.Gallen identifizieren.

  2. die Entwicklung einer Plattform, welche Personen dazu befähigt, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um zur Klimaneutralität in der Stadt St.Gallen beizutragen.


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