Geschichte der Sankt Galler Stadtwerke

 

Elektrizitätsversorgung

Verlegen von Stromleitungen historisches Bild
 

1895

Gemeindebeschluss zum Bau eines Elektrizitätswerkes für die elektrische Lichtabgabe, dessen Erweiterung zur Abgabe von Strom für Licht- und Kleinmotoren sowie Betrieb einer Strassenbahn.


1913

Steigender Stromverbrauch: Abschluss eines Energieliefervertrages über 15 Jahre mit den St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken (SAK).


1929

Zustimmender Volksentscheid zur Beteiligung der Stadt am Bau der Kraftwerke Sernf-Niederenbach. Abhängigkeit von Fremdlieferungen wird reduziert.


1975

Übernahme der Hochspannungsverteilung (50 kV-Leitungen und Unterwerke Ost, Walenbüchel und Steinachstrasse) durch die Sankt Galler Stadtwerke.


1997

100-Jahr Jubiläum Elektrizitätsversorgung.


1998

Bau einer eigenen Fotovoltaik-Anlage.

 

Gasversorgung

Seewasserwerk Riet historisches Bild
 

1856

Gründung der St.Galler Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung, die Vertragspartner der Stadt ist. Sie produziert Leuchtgas, welches durch die Destillation aus Holz, Torf und später Steinkohle gewonnen wird.


1887

Das private Gaswerk wird von der politischen Gemeinde für CHF 880'000.00 übernommen.


1903

Steigender Gasverbrauch: Es wird neben der Beleuchtung auch zum Kochen und Heizen verwendet. Bau eines neuen Gaswerks, wegen Brandgefahr und auch wegen des Schmutzes nicht mehr in der Stadt sondern im Riet (Goldach).


1974

Umstellung auf Erdgas in St.Gallen. Neue internationale Erdgasleitungen ermöglichen den Verzicht auf lokale, kosten-und arbeitsintensive Gasproduktionsanlagen.

 

Wasserversorgung

Seewasserwerk Riet historisches Bild
 

1471

Erste hölzerne Wasserleitung. Beginn der öffentlichen Wasserversorgung in St.Gallen.


1848

Das Brunnenwesen geht vollständig an die Politische Gemeinde über und wird zur öffentlichen Aufgabe. In den Sommermonaten herrscht regelmässig Wasserarmut. Das frische Quellwasser wird mit unsauberem Weiherwasser aus Dreilinden sowie filtriertem Bach- und Drainagewasser gemischt. Die Folge: Krankheiten wie Typhus und Cholera brechen aus.


Letztes Viertel des 19. Jh.

Intensive Suche nach neuen Quellen in der Umgebung. Als Lösung bleibt nur die Nutzung des Bodenseewassers.


1893

Die Bürgerschaft genehmigt den Kredit von 1,7 Mio. Franken für den Bau des Seewasserwerks Riet in Goldach. Lieferung des 10-fachen des damaligen Jahresverbrauchs.


60er Jahre 20. Jh.

Man wird sich der starken einseitigen Abhängigkeit vom ausgelasteten Seewasserwerk Riet bewusst.


1993

Städtische Volksabstimmung: Zustimmung zum Beitritt zur Regionalen Wasserversorgung St.Gallen AG (RWSG). Die Bürgerschaft heisst den Kredit von 20 Mio Franken für die Beteiligung am Aktienkapital gut.


01.10.1998

Inbetriebnahme des Seewasserwerks Frasnacht.

 

Fernwärmeversorgung

1983

Volksabstimmung zum Aufbau der Fernwärmeversorgung mit 75% Ja-Stimmen.


1986

Betriebsaufnahme


2006

20-jähriges Betriebsjubiläum

 

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