11.12.2025

Wasserversorgung St.Gallen

Endspurt bei der Erneuerung der Trinkwasser-Aorta

Mitten im dichten Verkehr wächst an der Rorschacher Strasse die Trinkwasserleitung Meter für Meter. Mit präziser Handarbeit, modernem Material und grösster Sorgfalt erneuern die St.Galler Stadtwerke den letzten Abschnitt eines Projekts, das zur zuverlässigen Trinkwasserversorgung beiträgt.

Die Wasserversorgung in St.Gallen ist gut vernetzt, Ausfälle lassen sich in der Regel über andere Leitungen abfangen.

 
Michele Carizzolo, Ressortleiter Projektierung
Weitere Informationen Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG

Die RWSG stellt die Versorgung mit Trink-, Brauch- und Löschwasser für über 150'000 Menschen in der Region sicher und ist von der Fassung des Rohwassers über die Aufbereitung bis hin zum Transport verantwortlich. Die Hauptaufgabe der RWSG besteht darin, den Betrieb des Seewasserwerks in Frasnacht sowie des Hochdruckpumpwerks Riet I in Goldach samt den dazugehörigen Transportanlagen sicherzustellen. Heute sind zwölf Ostschweizer Partner an diesem Unternehmen beteiligt. Die Betriebsführung der RWSG liegt bei den St.Galler Stadtwerken.

Aktuell liegen die Arbeiten gut im Zeitplan. Die Rohre können zügig verlegt werden, und im Graben wächst die neue Leitung Meter um Meter. Bevor jedoch Trinkwasser hindurchfliessen kann, sind mehrere Tests nötig. Zunächst wird die Leitung gründlich gespült, und dafür rauschen mehrere Hundert Kubikmeter Wasser durch die Rohre. Anschliessend werden Proben entnommen, die im Labor die Qualität des Trinkwassers bestätigen müssen. «Wir gehen davon aus, dass die Werte stimmen werden, weil wir alles unternehmen, um die Hygiene sicherzustellen», sagt Carizzolo. Diese Sorgfalt ist von Beginn weg zentral. Sobald ein Rohr die Produktion verlässt, wird es an beiden Enden mit einem Kunststoffdeckel verschlossen, damit kein Fremdmaterial ins Innere gelangt. So bleibt es bis zum Einbau im Graben. Ist ein Rohr verlegt, dichtet ein aufblasbarer Ballon das offene Ende ab, da dieser robuster und widerstandsfähiger ist als der Deckel. Erst wenn alle Qualitätsprüfungen bestanden sind, kann die neue Leitung in Betrieb gehen, und dafür sorgen, dass das St.Galler Trinkwasser auch weiterhin zuverlässig dort ankommt, wo es gebraucht wird.

Text: Marion Loher