15.04.2026

5 Fragen an Cristian Berchtold, Gesamtprojektleiter Smart Meter Rollout

Digitale Stromzähler: Bereits 40 Prozent sind installiert

Bis Ende 2028 ersetzen die St.Galler Stadtwerke mehr als 50'000 herkömmliche Stromzähler durch moderne Smart Meter. Das Projekt ist auf Kurs, wie Projektleiter Cristian Berchtold bestätigt. Die neuen Geräte liefern wichtige Daten für ein intelligentes Stromnetz und sind damit ein zentraler Baustein für die Energiezukunft der Stadt St.Gallen.

Wir haben rund 23’000 Zähler ersetzt und liegen damit sehr gut im Zeitplan.

 
Cristian Berchtold, Gesamtprojektleiter Smart Meter Rollout
Informationen zur Person Cristian Berchtold

Cristian Berchtold startete seine berufliche Karriere mit einer Ausbildung als Elektriker. Nach rund zwölf Jahren in der Privatwirtschaft wechselte er zu den sgsw, wo er zunächst im Bereich Zählerinstallationen arbeitete. Parallel dazu bildete er sich weiter und schloss die Studiengänge zum HF-Elektrotechniker und NDS-Betriebswirtschafter erfolgreich ab. Nach eineinhalb Jahren im Metering wechselte er in ein Ingenieurbüro und betreute dort Gemeinden bei der Planung und Umsetzung von Smart Meter Rollouts. Seit Juni 2024 arbeitet er wieder bei den sgsw. Cristian Berchtold ist 48 Jahre alt und lebt in Steinach. Er besitzt eine Berufspilotenlizenz für Helikopter und engagiert sich seit fast 25 Jahren in seiner Freizeit bei der Feuerwehr der Stadt St. Gallen.

Das Projekt ist aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen gibt es klare Vorgaben vom Bund. Vor allem aber liefern Smart Meter erstmals die Daten, die wir brauchen, um das Stromnetz wirklich zu verstehen und künftig auch intelligent steuern zu können. Wenn wir nicht wissen, welche Ströme wo im Netz fliessen, können wir auch kaum entscheiden, ob und wo Leitungen verstärkt werden müssen. Das aber wird immer wichtiger, weil der Stromverbrauch durch Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos weiter zunimmt. Gleichzeitig ist das Projekt Teil des städtischen Energiekonzepts 2025. Mit den neuen Zählern legen wir die Basis für ein flexibles und gut gesteuertes Netz. Dazu gehören auch neue Modelle wie lokale Elektrizitätsgemeinschaften oder dynamische Strompreise.

Text: Marion Loher