28.11.2024

Ab in den Stollen

St.Galler Wasserversorgung: Führung durch den Rosenbergstollen

Durch den 1,3 Kilometer langen Rosenbergstollen verlaufen unterirdische Leitungen der St.Galler Wasserversorgung. Fachleute der St.Galler Stadtwerke teilen auf Führungen ihr Wissen mit der Bevölkerung und zeigen, wie der Wassertransport und die Verteilung in die Haushalte funktionieren.

Der Kontakt mit der Bevölkerung ist sehr wertvoll, schliesslich steht unsere Arbeit in ihrem Dienst.

 
Hanspeter Speck, Ressortleiter Netzbetrieb sgsw
Weitere Infos Möchten Sie auch an einer Führung teilnehmen?

Die St.Galler Stadtwerke bieten Führungen im Rosenbergstollen, der Netzleitstelle, der Fernwärmezentrale Au und im Seewasserwerk Frasnacht an. Fachpersonen der St.Galler Stadtwerke vermitteln dabei Einblicke in die Wasser-, Netz- oder Fernwärmeversorgung der Stadt St.Gallen. Voraussetzung für eine Führung ist eine Gruppe von mindestens fünf Personen. Die Führungen können über die Website unter dem Menüpunkt «Über uns» neues Fenster angefragt werden.

Es ist kühl hier unten – und ruhig. Vom Rauschen des Wassers, das durch das breite schwarze Rohr am Rand des Stollens fliesst, ist nichts zu hören. «Damit das Material weniger abgenutzt und weniger Energie verbraucht wird, fliesst das Wasser relativ langsam. Deshalb ist es so ruhig», erklärt Hanspeter Speck. Er nutzt die Führungen durch den Stollen gleichzeitig als Kontrollgang: Funktionieren alle Lichter? Zirkuliert die Luft ausreichend? Gibt es undichte Stellen an der Stollenwand? Liegt Abfall am Boden oder hat jemand während einer Führung etwas verloren?

Nach 1,3 Kilometern und etwa zwanzig Minuten gleichmässigem Gehen durch das Bauwerk – die Steigung von 4 Prozent ist kaum spürbar – ist die Gruppe bei der Ausstiegstüre angelangt. «Ist niemand falsch abgebogen?», fragt Speck schmunzelnd in die Runde. Nach ein paar letzten Fakten und Kennzahlen zum Stollen treten die Teilnehmenden wieder ans Tageslicht im Hätterenwald.

Hanspeter Speck beantwortet noch eine Frage und verabschiedet sich dann von der Besuchergruppe. Dem langjährigen Mitarbeiter der sgsw bereitet der Austausch sichtlich Freude: «Der Kontakt mit der Bevölkerung ist sehr wertvoll, schliesslich steht unsere Arbeit in ihrem Dienst.»

Text: Sabrina Rohner